Praxisbeispiele
Die Beispiele sind anonymisiert. Sie zeigen, was festgesteckt hat, warum es nicht von allein wegging und was sich danach verändert hat.

Praxisbeispiel
Ausgangslage
Ein Vertriebsleiter im Firmenkundengeschäft einer Versicherung, Anfang fünfzig, überlegt seit Monaten, ob er eine Ausbildung zum Mentalcoach beginnen soll. Er kommt nicht zu einer Entscheidung. Das Sparring lief privat, nicht über seinen Arbeitgeber.
Warum es festhing
Die Frage war nicht, ob er es kann. Die Frage war, wofür. Solange die nicht beantwortet war, blieb die Anmeldung liegen.
So bin ich vorgegangen
Wir haben uns regelmäßig getroffen, erst bis zur Entscheidung, dann begleitend zur Ausbildung. In jedem Gespräch ging es um dasselbe: Was ist das Ziel des nächsten Schritts, und wie kommt er in die Praxis?
Ergebnis
„Ein Coaching begleitend zu einer Ausbildung macht deswegen Sinn, um bei jedem Ausbildungsschritt das Ziel der Ausbildung und auch die Praxisumsetzung immer im Fokus zu haben. Es erhöht damit nicht nur die Wahrscheinlichkeit, das Gelernte auch anwenden zu können, sondern bietet auch einen erheblich höheren Return on Investment.“
Vertriebsleiter, Versicherung
Die Ausbildung läuft. Inzwischen steht er vor dem nächsten Schritt: einer neuen beruflichen Rolle, die er sich vor dem Sparring nicht zugetraut hätte.
Praxisbeispiel
Ausgangslage
Eine Organisation mit rund 200 Mitarbeitern. Ein Geschäftsführer war mit zwei Mitarbeitern unzufrieden. Gleichzeitig hatten beide innerlich bereits abgeschlossen und dachten über eine Kündigung nach. Ausgesprochen hatte das noch niemand.
Warum es festhing
Der Geschäftsführer war unzufrieden, die beiden Mitarbeiter waren es auch, und keiner der drei hatte es gesagt. Solange alle nur vermuten, was die anderen denken, wird aus dem Ärger eine Kündigung statt eines Gesprächs.
So bin ich vorgegangen
Ich habe zunächst mit allen Beteiligten einzeln gesprochen. Dabei wurde deutlich, dass die beiden Mitarbeiter vor allem mit ihren Aufgaben unzufrieden waren. Einige Tätigkeiten lagen bei den falschen Personen, für andere Bereiche gab es keine klare Verantwortung.
Anschließend habe ich die unterschiedlichen Sichtweisen zusammengeführt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern haben wir die Tätigkeitsbereiche neu geordnet und neue Aufgabenfelder entwickelt.
Vier Termine über drei Monate.
Ergebnis
Beide Mitarbeiter sind im Unternehmen geblieben. Heute werden sie auf ihre neuen Verantwortungsbereiche vorbereitet.
Praxisbeispiel
Ausgangslage
Ein Versicherungsbetrieb mit 25 Mitarbeitern. Ein Unternehmer wollte die Abläufe in seinem Betrieb gemeinsam mit dem Team durchgehen. Sein Verdacht: an mehreren Stellen wird doppelt gearbeitet. Belegen konnte er es nicht, gespürt hatte er es lange.
Warum es festhing
Wo die unnötigen Wege liegen, wissen die Mitarbeiter. Gefragt hatte sie bis dahin niemand. In einer normalen Besprechung kommt so etwas auch nicht auf den Tisch, weil es klingt, als würde man dem Kollegen nebenan etwas vorwerfen.
So bin ich vorgegangen
Wir sind die Abläufe Schritt für Schritt durchgegangen, im Team, über mehrere Termine. Ich habe nichts vorgegeben, sondern gefragt, wo ein Vorgang über drei Stellen läuft, obwohl eine reichen würde. Die Antworten kamen von den Mitarbeitern selbst.
Vier gemeinsame Termine. Am Anfang saßen fünf Mitarbeiter am Tisch, bei den letzten beiden nur noch die zwei, um die es ging.
Ergebnis
Das Ablagesystem wurde neu aufgesetzt. Zwischen den Terminen kamen weitere Vorschläge aus dem Team. Ein Mitarbeiter hat von sich aus gesagt, dass er eine andere Rolle im Betrieb übernehmen möchte. Ausgesprochen worden war das vorher nie. Die Rolle hat er inzwischen bekommen.
Praxisbeispiel
Ausgangslage
Die Geschäftsführung kam mit einer klaren Bitte: Das Team soll seine Abläufe selbst steuern und Absprachen direkt untereinander treffen. Der Alltag sah anders aus. Rückfragen, doppelte Wege und Abstimmungsrunden, die nirgends hinführten.
Warum es festhing
Verantwortung abzugeben ist kein Beschluss, den man einmal verkündet. Solange niemand weiß, wer was wirklich gut kann, bleibt die Rückfrage nach oben der sichere Weg. Und die Geschäftsführung steckt weiter in jedem Vorgang, obwohl sie genau das nicht will.
So bin ich vorgegangen
Wir haben uns jeden Mitarbeiter einzeln angesehen, Stärken und Schwächen, offen besprochen. Auf dieser Grundlage haben wir Aufgaben und Verantwortung neu zugeordnet, statt sie pauschal zu verteilen.
Ergebnis
Das Team stimmt sich heute untereinander ab, ohne dass jede Frage über die Geschäftsführung läuft. Was bei ihr ankommt, sind Entscheidungen, keine Rückfragen.

Praxisbeispiel
Ausgangslage
Im Büro war es eng. Besprechungen fanden im Großraum statt, die Kollegen daneben wurden ständig abgelenkt. Es schlichen sich Fehler ein, und die Zeit, sie auszubessern, fehlte an anderer Stelle. Für vertrauliche Gespräche gab es keinen Raum.
Warum es festhing
Diskutiert wurde über Schreibtische und Trennwände. Die Frage dahinter war eine andere: wie viel Platz der Betrieb in fünf Jahren braucht.
So bin ich vorgegangen
Ich habe die Runde moderiert, in der Zubau, Neubau und Kauf nebeneinander lagen. Nicht als Immobilienfrage, sondern als Frage, wie der Betrieb in fünf Jahren arbeiten soll. Erst danach war klar, welche der drei Varianten dazu passt.
Ergebnis
Zur Wahl standen Zubau, Neubau und Kauf. Die Geschäftsführung hat ein eigenes Objekt gekauft.
Das Objekt ist inzwischen bezogen. Besprechungen finden in einem eigenen Raum statt, und die Fehler aus dem Großraumbüro sind seitdem kein Thema mehr. Der Betrieb ist seither gewachsen, der Lagerplatz wurde erweitert und der Standort modernisiert.
Praxisbeispiel
Ausgangslage
Ein Versicherungsmakler wollte seinen Bestand systematisch bearbeiten. Bestandskunden sollten laufend betreut werden, statt dass sich der Kontakt auf Schadensfälle beschränkt.
Warum es festhing
Er stand selbst den ganzen Tag im operativen Geschäft. Wer Kundentermine, Schäden und Angebote abarbeitet, kommt nicht dazu, sich zu überlegen, wie der Bestand in fünf Jahren aussehen soll.
So bin ich vorgegangen
Wir haben gemeinsam ein Vertriebskonzept für die nächsten fünf Jahre erarbeitet. Nicht nur, was passieren soll, sondern auch wie: wer welche Kunden wann anspricht und was dafür im Arbeitsalltag anders laufen muss.
Ergebnis
Das Konzept ist in Umsetzung. Bestandskunden werden heute nach einem festen Rhythmus angesprochen, nicht mehr nur im Schadensfall. Wer welche Kunden betreut, ist im Betrieb geklärt.
Praxisbeispiel
Ausgangslage
In einem Bauunternehmen lag zwischen zwei Mitarbeitern seit Längerem Streit. Der eine warf dem anderen vor, umständlich zu arbeiten, Schritte einzubauen, die niemand braucht, und unzuverlässig zu sein.
Warum es festhing
Beide hatten ihre Sicht der Dinge, und beide erzählten sie überall, nur nicht einander. Ein Vorgesetzter kann in so einer Lage schlecht vermitteln, weil er in dem Moment Partei wird, in dem er einem von beiden zuhört.
So bin ich vorgegangen
Vier Sitzungen über sechs Monate. Zuerst mit jedem einzeln, danach zweimal gemeinsam. Ich habe beiden zurückgemeldet, was ich von außen sehe, ohne Partei zu ergreifen. Die Geschäftsführung wusste jederzeit, wo der Prozess steht. Was in den Gesprächen gesagt wurde, blieb in den Gesprächen.
Ergebnis
„Ich hätte mir nicht gedacht, dass sich durch die intensiven Einzelgespräche zwischen Frau Wagner und meinen Mitarbeitern neue Brücken bauen lassen und sich die Gräben überwinden lassen.“
Schildern Sie mir, was Sie im Alltag beobachten. Gemeinsam klären wir, wo wir anfangen und ob meine Arbeitsweise zu Ihrer Situation passt.